Ein tragischer Unfall hat Jonas Letieri beide Hände genommen. Der Brasilianer hat sich vom Schicksal aber nicht unterkriegen lassen und den Weg zurück auf das Wasser gefunden. Er ist ein ambitionierter Stand Up Paddler.

Der Sport schreibt bekanntlich seine ganz eigenen Geschichten. Neben den großen Siegen und bittersten Niederlagen sind es meist die kleinen Randgeschichten, die sportbegeisterte Menschen berühren. Die Story von Jonas Letieri ist so ein Beispiel. Das Schicksal, in diesem Fall ein schwerer Unfall, hat dem Brasilianer beide Hände genommen. Der Brasilianer träumte seit seiner Kindheit von einer Karriere als Profi-Surfer. Genauer gesagt: Bis zu seinem 13. Lebensjahr. Bei einem Freiwilligendienst in einer Kirche gab es einen mehr als ungewöhnlichen Zwischenfall mit der Elektrik, heißt es in einem Bericht von supthemag.com. Jonas mussten beide Unterarme amputiert werden.

„Viele Leute haben mir gesagt, dass es unmöglich sein würde, wieder zu surfen“, erklärte Letieri supthemag und ergänzte: „Aber meine Liebe zum Meer ist so stark, dass mich nichts aufhalten konnte.“ Er entdeckte das Stand Up Paddling für sich. Sein Vater Roberto ist bis heute sein größter Förderer, der dem eigenen Sohn beim verwirklichen seines Traumes half. In Jim Terell, dem Gründer des SUP-Brands Quickblade Paddles, fanden das Duo zudem einen Menschen, der ihnen bei der Entwicklung des optimalen Equipments unterstütze. Jonas fährt nun ein Paddle, welches er dank spezieller Ringe mit den Oberarmen halten kann. Die Kraft soll beim Stand Up Paddling ohnehin nicht aus den Armen, sondern vielmehr aus dem Oberkörper kommen.

Im letzten Jahr hatte Jonas Letieri bei den Payette River Games große Erfolge feiern können und wurde zurecht in den Sponsoring-Pool der PRG aufgenommen. Zusammen mit dem bekannten Coach und SUP-Rider Anthony Vela ging es danach sogar zum SUP-Surfen und zur Hanohano Huki Ocean Challenge in San Diego (USA). „Hanohano war eine unglaubliche Erfahrung“, blickt Jonas auf ein Event zurück, in dem er viel positives Feedback und einige Tipps von Größen des Stand Up Paddlings, unter anderem von Kai Lenny und Candide Appleby, bekommen hat. Zusammen mit Vela plant er nun die Überquerung des Pazifiks zwischen den Hawaii-Inseln Moloka’i und Oahu. „Ich versuche, jeden Moment zu genießen“, erklärt Jonas supthemag – und dies ist eine Botschaft, die alle Menschen beherzigen sollten.