In Polen sind zwei Stand Up Paddler in den Untergrund abgestiegen. Auf ihren ISUPS erkundeten sie das Tunnelsystem der ehemaligen Festungsfront Ostwall.

„Stand Up Paddling goes underground“ – mit diesen Worten lässt sich der Trip zweier polnischer Paddler recht passend beschreiben. Die Rider sind mit ISUPs in das Tunnelsystem des Ostwalls hinabgestiegen. Die Nazi hatten die Anlage, die gut 130 Kilometer östlich von Berlin liegt, 1934 zum Schutz der Grenzen des Deutschen Reiches aufgebaut. Geplant war eine imposante Verteidigungslinie von rund 110 Kilometern. Letztlich wurde knapp die Hälfte der geplanten Anlage fertiggestellt. Trotzdem große Teile des Ostwalls zerstört wurden, ist dieser immer noch eine der größten erhaltenen Festungen des 20. Jahrhunderts. Der Zahn der Zeit nagt trotzdem an allen Ecken, weshalb viele Teile heute unzugänglich sind.

Das deutsch-polnische Produktionsstudio Grafik-Input und das polnische Team von Red Paddle Co. haben nun einen mehr als beeindruckenden Trip zum Ostwall gemeistert. Mit zwei Inflatable-Boards im Gepäck ging es hinab, in die bis zu drei Kilometer tiefen Bunkeranlagen. Fazit: So bedrückend die Atmosphäre in dem Clip auch ist, es zeigt sich wiedermal, dass Stand Up Paddling völlig neue Welten öffnet.