Stand Up Paddling ist ein Sport, der auf den ersten Blick kaum Gefahrenquellen bietet. Trotzdem gibt es Einiges zu beachten. Die Sicherheit geht bekanntlich vor.

Riesige Wellen, extreme Touren, knallharte Rennen – Stand Up Paddling ist ein Sport, der durchaus große Aufgaben an den menschlichen Körper stellen kann. Wie beim Wellenreiten, Kiten, Ski oder Snowboarden suchen einige Rider immer wieder extreme Situationen, um die Grenze zum Unmöglichen ein kleines bisschen zu verschieben. Längst ist das SUP auch in den Wellen der bekannten Big Wave Spots auf Hawaii zu Hause. Zuletzt sind zwei polnische Paddler sogar in den Untergrund abgestiegen und haben auf ISUPs das Tunnelsystem der Festungsfront Ostwall erkundet.

Für den gemeinen Durchschnittsfahrer sind solche Abenteuer natürlich meist zu viel des Guten. Und daran ist auch absolut nichts Verwerfliches zu finden, schließlich ist Stand Up Paddling gerade so beliebt, weil der Sport eine große Bandbreite bietet. Viele Menschen steigen nämlich auf das SUP, um dem Stress des Alltages zu entfliehen und einfach mal die Seele baumeln lassen zu können. Klammert man die ganzen Wettkämpfe und Adrenalinjunkies mal aus, wirkt Stand Up Paddling wie ein Sport, der auf den ersten Blick eigentlich keine Gefahrenquelle liefert. Trotzdem gibt es einige Dinge, die auch Casual-Rider beachtet sollten.

Tipp: 5 Dinge, die Anfänger beim Stand Up Paddling beachten sollten

Stand Up Paddling ist ein Wassersport, weshalb es an erster Stelle schon mal Grundvoraussetzung ist, dass der Rider schwimmen oder sich mit zertifizierten und geprüften Schwimmhilfen über Wasser halten kann. Wir empfehlen Einsteigern, die zu ihrer ersten größeren Tour aufbrechen wollen, ohnehin eine Schwimmweste zutragen, da man als Neuling nur schwer einschätzen kann, wann der Körper sein Limit erreicht. Erst im letzten Sommer hatte ein Fall in der Schweiz für ein großes Medienecho gesorgt, als ein 30-Jähriger im Genfersee ertrunken ist.

Fakt ist: Jährlich ertrinken nicht weniger Nichtschimmer als Menschen, die schwimmen können. Es gibt viele Faktoren die ein Ertrinken beeinflussen. Eine große Gefahrenquelle stellt hier die Wassertemperatur dar. Die Medizin spricht von einer Unterkühlung, wenn der menschliche Körper eine Temperatur von 33°C erreicht. Im Wasser kühlt der Körper deutlich schneller aus als an der Luft. Es heißt, dass der menschliche Organismus mit der Wärmeproduktion nicht hinterherkommt, wenn die Wassertemperatur unter 25°C fällt. SUP-Neoprenbekleidung und Neoprenschuhe können gegen die Kälte helfen.

Was gibt es noch zu beachten? Vor allem an sonnigen Tagen kann man sich auf dem SUP schnell einen Sonnenbrand holen. Eine gute Sonnenschutzcreme sollte man also unbedingt einpacken. Auch ein kleines Erste-Hilfe-Paket kann zum Reisegepäck der nächsten Tour gehören. Verletzungen können beim Gang in der Natur immer Auftreten.