Indien liegt in Sachen „bevölkerungsreichstes Land der Erde“ auf Rang zwei. Von den gut 1,3 Milliarden Menschen gibt es aber nur wenige Stand Up Paddler. Umso beeindruckender ist die Geschichte von Tapashi Devchoudhury – der ersten professionellen Stand Up Paddlerin Indiens.

Mehr als 1,3 Milliarden Menschen und eine Küstenlänge von gut 7.500 Kilometer – man sollte eigentlich meinen, dass es in Indien doch eigentlich viele Wassersportler geben müsste. In einem der bevölkerungsreichsten Ländern der Erde gibt es aber nur eine kleine Szene. In einem Staat, in dem das weibliche Geschlecht noch heute als minderwertig angesehen wird, haben es vor allem Frauen schwer, sich in ihrem Leben zu verwirklichen. Immer wieder tauchen in den Medien Berichte von Vergewaltigungen auf, auf dem Land werden Neugeborene Mädchen teilweise immer noch getötet oder als Kleinkinder früh zwangsverheiratet. Gesetzlich ist dies alles zwar verboten, wirklich durchsetzen konnte man die Bestimmungen aber bisher nicht. Das Kastensystem ist immer noch tief in der Gesellschaft verwurzelt.

Vor diesem Hintergrund ist es umso beachtlicher, dass Tapashi Devchoudhury ihren Traum leben kann. Und das mit einer so simplen Sache wie Stand Up Paddling. Sie ist die erste professionelle Paddlerin Indiens und betreibt die einzige SUP-Schule des Landes. Tapashi hat den Weg aus den gesellschaftlichen Zwängen gefunden und ihr Herz an den Ozean verloren. Sie ist damit ein Vorbild und eine große Inspiration für alle Menschen, die ihre Träume leben wollen.